„Wir wollten uns von unserer besten Seite zeigen“ Let's go: Das kanadische Team bei der Eröffnung der IKA 2024.

Wir haben mit einigen der teilnehmenden Köche über ihre Erfahrungen bei der IKA/Olympiade der Köche 2024 gesprochen. Diesmal spricht Crystal Higgins, Captain des Nait Culinary Teams aus Kananda, über ihre Ernährungsphilosophie, wie sich das reine Frauenteam auf die IKA vorbereitet hat und welche Hürden es für Köchinnen im Beruf gibt.

Fotos IKA/Culinary Olympics, Nait Culinary Team

Crystal, wie würdest du eure kulinarische Strategie für die 26. IKA/Olympiade der Köche beschreiben?   

Für seine Leistung erhielt das Team um Captain Crystal Higgins die Silbermedaille.
Für seine Leistung erhielt das Team um Captain Crystal Higgins die Silbermedaille.

Das Team und ich wollten bei diesem Wettbewerb Alberta auf dem Teller präsentieren. Wir haben uns darauf konzentriert, dem Rest der Welt zu zeigen, was dieses Studierenden-Team zu bieten hat. 

Der Wettbewerb Community Catering Teams wurde für die IKA 2024 überarbeitet und aktualisiert (Conference Food und Gemüse als Hauptkomponente). Was ist euer Feedback? 

Meine Ernährungsphilosophie war schon immer: Essen ist Energie, Essen ist Medizin, Essen ist Liebe. Gemüse als Hauptkomponente zu haben, machte das Kochen mit Liebe leicht. Das Conference Food und seine Kriterien waren eine großartige Herausforderung. Alles, was mit dem Thema zu tun hatte, war spannend und interessant, und es zwang das Team, über den Tellerrand hinauszuschauen. 

Wie habt ihr euch auf den Wettbewerb in Stuttgart vorbereitet?   

Das Team hat 18 Monate lang trainiert. Wir waren entweder Studenten oder Hochschulabsolventen mit Vollzeitjobs und Familien. Wir haben jedes zweite Wochenende mit dem Training verbracht und sogar um 4 Uhr morgens angefangen, um uns darauf einstellen zu können. Wenn es kein Trainingswochenende war, war es ein Fundraising-Wochenende. Wir haben unsere gesamte Freizeit in den Wettbewerb gesteckt, wir wollten uns von unserer besten Seite zeigen. 

Ihr seid das einzige IKA-Team, das ausschließlich aus Köchinnen besteht. Wie kam es zu eurer Teamzusammensetzung? 

Das war nicht beabsichtigt, es hat sich einfach so ergeben. Nachdem der letzte Mann ausgeschieden war, schauten wir uns alle an und fanden es toll, dass die Besten der Besten alle weiblich waren.  

Welchen besonderen Herausforderungen sehen sich Köchinnen in ihrem Arbeitsalltag immer noch gegenüber und warum sollten Ihrer Meinung nach noch mehr Frauen den Kochberuf ergreifen? 

Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen. Als ich studierte, spielte das Geschlecht keine Rolle, die Ausbilder behandelten uns alle gleich und respektierten jeden, der Tatkraft, Ehrgeiz und harte Arbeit zeigte. Was die Branche betrifft, gab es mehr Hindernisse. Man muss härter arbeiten als die Männer und bekommt dafür weniger Anerkennung und Wertschätzung. Man muss ein dickes Fell haben.  

Warum also sollte man es als Frau tun? Wenn alles zusammenpasst, nach allen Höhen und Tiefen, sieht man, was man geschaffen hat und welches Team man aufgebaut hat – es gibt kein besseres Gefühl. Für mich ist die Küche der einzige Ort, an dem ich sein möchte, sie ist meine Heimat. Man muss nur stark bleiben und die „richtige“ Küche finden. 

Vielen Dank. 

Impressionen der IKA 2024

 


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